Farbe ist keine Infrastruktur zum X-ten Mal
Finde den Fehler. Ach ja, die Autos stehen auf dem kleinlich markierten Velostreifchen. Und wieder: Wenn zufällig ausgewählte Fotos von Google Maps solche Situationen zeigen, was glaubt ihr, wie es jeden Tag ist?
Wie gesagt, Farbe allein hilft nichts. Farbe allein ist keine Infrastruktur. Man ist ausgeliefert, eingeklemmt, usw.
Die Kinder verleihen dem Kanton Luzern die saure Zitrone für diese schlechte Veloinfrastruktur. Was tut der Kanton Luzern? Nichts. Er verspricht Sofortmassnahmen seit mehr als einem Jahr. Passiert ist gar nichts. Und die Stadt Luzern kränkt zurück und behauptet mit einem verlängerten Velosack (beim Fussgängerstreifen etwas weiter hinten) sei das Problem des Schwanenplatzes gelöst.
Ja es ist frustrierend als verantwortliche Person bei Kanton und Stadt solche Einträge zu lesen. Sie sind unfair, vielleicht einseitig. Doch sie stützen sich auf alltäglichen Erfahrungen, auf Beobachtungen unzähliger Gefahrensituationen, auf das Hoffen jeden Tag nicht an einen schweren Unfall heranzufahren oder selbst davon betroffen zu sein. Wir wünschen uns nichts weiter als Ernst genommen zu werden und nicht von Versprechungen und Veränderungen zu hören, welche dann doch nicht kommen.
Es gibt Möglichkeiten für Sofortmassnahmen. Es gibt Möglichkeiten für einen fair aufgeteilten Raumbedarf. Jetzt wie es ist, dürfen Autos auf vier Spuren mit 50km/h durch eine Stadt blochen. Damit ist die Stadt Luzern für den ÖV und den Langsamverkehr unattraktiv. Man weiss, wie viel Menschen mehr das Velo nehmen würden, wenn die Infrastruktur entsprechend vorhanden ist. Das käme im Übrigen auch den Autofahrenden selbst zu Gute.
--> https://www.srf.ch/news/schweiz/strassenflaechen-im-vergleich-parkplaetze-schlagen-velostreifen-wem-gehoert-die-strasse
Erstellt am: 22.9.2026
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